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Alte Fabbenstedter Schule

 

 

Der Lehrbericht der Jahre 1943 bis 1944 und die Siegerurkunde der Mädchenstaffel von 1949 finden sich neben diversen Lesefibeln und Lehrplänen im Stapel. Die Bücher und Gegenstände erzählen von mehr als einem Jahrhundert des Fabbenstedter Schulwesens. Die Dauerausstellung "Alte Fabbenstedter Schule" ist im September 2005 offiziell eröffnet werden.

Seit Januar 2005 haben Kirsten Bergmann, Susanne Flade-Brune, Marion Höfelmeyer-Spreen und Claudia Spreen die betagten "Zeitzeugen" in Tisch- Stuhl- oder Bücherform gesammelt. "Das Abschlusszeugnis von 1881 ist vermutlich unser ältestes Schätzchen", berichtete Marion Spreen-Höfelmeyer bei der Vorstellung der "Museums-Pläne".

Kostbarkeiten wie diese lagerten unter anderem noch auf dem Dachboden des ehemaligen Schulgebäudes. Andere seien von Fabbenstedter Bürgerinnen und Bürgern beigesteuert worden. Bis die guten Stücke aber wieder "in altem Glanz erstrahlen" konnten, wartete auf die vier berufstätigen Mütter jedoch noch eine Menge Arbeit.

Neben regelmäßigen Planungsgesprächen wurde reichlich Farbe verstrichen, geputzt und restauriert. Die Holzständer der Wandtafel seien beinahe schon so gründlich bearbeitet worden, dass man ihnen ihr Alter kaum noch ansehe, lachen die vier Hobby-Restauratorinnen. Auch der Wandschrank sowie die Tische und Stühle wurden wieder auf "Hochglanz" gebracht. Hinweise auf die Anfänge des dörflichen Schulwesens finden sich im Kirchenarchiv. 1701 habe in einem Raum eines Privatgebäudes bereits ein "Elementarunterricht" stattgefunden, so die Ortsvorsteherin Annelie Grothe.

In den darauf folgenden Jahrzehnten wurde der Unterricht in wechselnden Lokalitäten abgehalten: 1791 befand sich das Schulgebäude an der Ecke Fabbenstedter Straße - Alsweder Landstraße. 1830 und 1895 erfolgten zwei Umzüge: Zunächst in ein Gebäude an der Fabbenstedter Straße und dann an den Moorweg. Im Jahre 1939 bezogen Schüler und Lehrer ihr Domizil am Heideweg, heute bekannt als Alte Schule. Bis zur 1973 durchgeführten Schulreform fungierte diese als Volksschule, anschließend als "Außenstelle der Grundschule im Alten Amt Alswede". Nach einer vierjährigen Nutzung als Übergangswohnheim für Spätaussiedler, erfüllte das Gebäude seit 1993 wieder seinen ursprünglichen Zweck: Wegen Raumnot habe die Waldschule die fünften und sechsten Klassen "ausgelagert", so Annelie Grothe. Seit 1999 wird die ehemalige Schule als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Die Idee für die Dauerausstellung "Alte Fabbenstedter Schule" sei auf einem der alljährlichen Heimatabende entstanden. Wie auch der "Alte Fabbenstedter Laden" wolle man mit der Schulausstellung an vergangene Zeiten erinnern und ortstypische Dinge bewahren, so Marion Höfelmeyer-Spreen. Finanzielle Unterstützung stellte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe bereit. Im Rahmen der Heimat- und Kulturpflege übernahm der Verband 80 Prozent der Kosten. Der Rest sei durch Spenden zusammengekommen.

Viele Besucher haben sich seitdem vom Flair der "Alten Schule" in die Zeit zurückversetzen lassen, als sie selber (vielleicht genau) die dort ausgestellten Schulbänke gedrückt haben. Auch viele jüngere Besucher haben sehr interessiert aufgenommen, wie "Schule damals" war. Oft hörte man dann: "... ich hätte da auch noch ein altes Zeugnis (oder Bilder etc.)". Als dann noch u.a. eine alte Schulbank und ein alter Kartenständer aus der Frotheimer Schule zur Verfügung gestellt wurde, war es Zeit für eine grundlegende Überarbeitung der Ausstellung.

Am 14.09.2008 wurde dann im Rahmen des "Tages des offenen Denkmals" die erweiterte und neugestaltete Schulausstellung vorgestellt. Vom Platz her vergrößert, aber auch besser vom restlichen, noch anders genutzten Teil des Klassenraumes getrennt, ist hier mit vielen neuen und schon vorhandenen Exponaten eine Ausstellung entstanden, die sehr anschaulich den Schulalltag vor fünfzig oder mehr Jahren zeigt.

Im Herbst 2012 erfolgte dann ein Wechsel in der "Betreuungsmannschaft" der "Alten Schule". Nach mehr als sieben Jahren intensiver Arbeit für die Ausstellung wollten sich Kirsten Bergmann, Susanne Flade-Brune, Marion Höfelmeyer-Spreen und Claudia Spreen aus der aktiven Arbeit für die "Alte Schule" zurückziehen und die Verantwortung in andere Hände geben. Beim Heimatabend im November 2012 wurden sie offiziell verabschiedet und für die geleistete Arbeit geehrt.
Im Anschluß wurde dann auch das neugewonnnene Betreungsteam für die "Alte Schule" vorgestellt: Fritz Sandkröger (Mail: frisan@online.de), Irma Beste und Luise Wilde (Mail: luise.wilde@freenet.de) hatten sich bereit erklärt, die Verantwortung für die Pflege und Weiterentwicklung der Ausstellung zu übernehmen. Als alteingesessene Fabbenstedter können sie sicher vieles aus ihrer eigenen Erfahrung mit der Fabbenstedter Schulgeschichte in die Aufgabe einbringen.

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