aktuelle Bilder vom Alten Laden ...
...aufgenommen am "Tag des offenen Denkmals (12.09.) 2010".
Hinweis an der Strasse
Kolonialwarenhandlung
Wasch- und Putzmittel anno dazumal
viele interessierte und faszinierte Besucher
Thema des Denkmal-Tages: Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr
unser Beitrag dazu: Gewürze aus aller Welt
Idee und Realisation (wie so vieler Projekte in Fabbenstedt): Rolf Wedhorn
auch Kaffee und Kuchen gabs
faszinierendes Gerät: Margret Meier bei der Demonstration der Knopfmaschine

Helma Diekröger beim Gewürze-Raten
Auszug aus dem Bericht der
Neuen Westfälischen vom 14.09.2010
Von "Pfeffersäcken" und einer Geschichtsstunde
Tag des offenen Denkmals war auch ein lehrreicher Tag für Heimatinteressierte
von Klaus Frensing
Espelkamp. "Geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst!" Schon mancher Zeitgenosse wird einen Mitmenschen möglichst weit weg gewünscht haben, stammt doch diese Redensart aus einer Zeit, wo das Gewürz über den Landweg oder per Schiff aus dem fernen Asien nach Mitteleuropa gebracht werden musste. Reisen, die mehrere Monate in Anspruch nahmen. Wer genau wissen möchte, wo Pfeffer und andere Gewürze angebaut werden, war am Sonntag im "Alten Laden" in Fabbenstedt genau an der richtigen Stelle.
Zum Tag des offenen Denkmals hatte der Arbeitskreis "Alter Laden" 24 verschiedene Gewürze von A wie Anis bis Z wie Zimt ausgestellt und ihren Herkunftsländern auf einer großen Weltkarte zugeordnet.
"Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" lautete das Motto des Tages und wer Lust verspürte, konnte auf eine kleine Sinnesreise gehen und anhand seines feinen Geruchsinns die Gewürze bestimmen.
Ein Blick auf die Weltkarte verriet, warum die Lebensmittelgeschäfte in früheren Zeiten, der Laden Horstmann wurde 1877 eröffnet, als Kolonialwarenhandlungen bezeichnet wurden. Stammten doch die Gewürze größtenteils aus dem fernen Asien oder Lateinamerika und gehörten früher zu den kostbarsten Handelsgütern. "Pfeffersäcke" waren nichts anderes als durch Gewürzhandel reich gewordene Kaufleute.
Eine Besichtigung des "Alten Ladens" führte die Besucher zurück in ihre Kindheit, wo es Bonbons noch aus dem Glas gab, ein Pfund Kartoffeln zwölf Pfennige kostete und die Lebensmittel allgemein lose verkauft wurden.
Der hintere Teil der Räume ist dem ehemaligen Textilgeschäft Brune mit Gardinen, Wäsche, Arbeitskleidung und Stoffen vorbehalten. Karin und Günter Neumann waren schlichtweg begeistert und bereuten es nicht, den "Alten Laden" zu ihrem Sonntagvormittagsausflugsziel gemacht zu haben.

Alter Laden: Gisela Urbansky (l.) bietet Günter und Karin Neumann einige süße Leckereien an.
Und natürlich werden die Besucher auch gleich nebenan in die "Alte Schule" gebeten und in Zeiten entführt, wo mit Schiefertafel und Griffel schreiben und rechnen gelernt wurde. Nur zu gerne ließen sich Milla, Paula, Lena und Julia von Susanne Flade-Brune, die an diesen Tag zusammen mit Claudia Spreen und Marion Höfelmeyer-Spreen das kleine Museum betreute, in die alte Schulbank bitten.

Wie zu Ur-Omas Zeiten: Milla, Paula, Lena und Julia haben in der alten Schulbank Platz genommen.

Ein historischer Tintenkiller: Susanne Flade-Brune zeigt Paula, Lena und Julia, wie in vergangenen Zeiten mit dem gehäkelten Lappen die Kreide auf der Schiefertafel weggewischt wurde. Die jungen Gäste aus Gehlenbeck und Pr. Oldendorf erlebten in der "Alten Schule" in Fabbenstedt eine Reise in die Schulzeit ihrer Großeltern. )